Rückblick
Mit dem Ende der Kartsportsaison 2007 geht das schwierigste Jahr meiner elfjährigen
Kartsportkarriere zu Ende. Eine Saison mit derartigen Höhen und Tiefen war für
mich eine ganz neue Erfahrung.
Nach dem ich die letztjährige Saison mit dem erstklassigen vierten Platz beim
Rotax Max Weltfinale in Portugal beenden konnte. Suchte ich nach einer neuen
Herausforderung und wechselte von der Senior Max Klasse in die Kategorie DD2.
Schon im Sommer letzten Jahres konnte ich beim Rotax Max Euro Challange Lauf in
Österreich erste Erfahrungen mit dem Material sammeln und ging hoch motiviert
in die Vorbereitungsphase. Doch diese sollte alles andere als reibungslos
verlaufen. Schon bei den ersten Tests in den Niederlanden, waren wir viel zu
langsam und ich zweifelte erstmalig an meinem fahrerischen Können.
Auf Grund dieser Probleme entschieden wir uns am letzten Lauf zum Chrono
Winter Cup im niederländischen Oss teilzunehmen. Es wurde zum Debakel. Im Regen
konnte ich die Zeiten der Führenden mitgehen, aber im trockenen fehlten mir
wieder mehr als eine Sekunde. Während den Trainingssitzungen wurden alle
erdenklichen Motorenteile gewechselt, ich konnte aber keine Besserung
feststellen.
Trotz dieser Probleme, nutzen wir den Saisonauftakt der Rotax Max Euro Challange
im französischen Salbris, als weiteren Test. Denn es war ja noch immer nicht
klar, ob die Probleme an mir oder dem Material lagen. Auf der anspruchsvollen
Strecke in Salbris, kamen wir zwar besser in Fahrt, zufriedenstellend war die
Performance trotzdem nicht. Doch mit Position neun im Zeittraining war ich
zufrieden und konnte diese auch in den Vorläufen verteidigen. Nach
sinnflutartigen Regenfällen und kühlen Temperaturen trocknete die Strecke am
Sonntagmorgen vor den Finalrennen immer weiter ab und wir entschieden uns für
profillose Slick-Reifen. Aus der fünften Reihe kämpfte ich mich bei
schwierigsten Bedingungen durch das internationale Feld und konnte die Ziellinie
als Zweiter überqueren. Beflügelt vom Pre-Finalergebnis griff ich im Finale
voll an und konnte den Führenden Südafrikaner Lerroy Poulter mächtig unter
Druck setzten, leider endete das Rennen schon nach zwei Runden mit einem
Getriebeproblem im Aus. Alles in allem war ich mit der Leistung zufrieden und
reiste gestärkt nach Hause. Nebenher möchte ich das erstklassige Abschneiden
meines Teamkollegen André Banaszak erwähnen, welcher seinen ersten
internationalen Auftritt als bester Deutscher auf Rang neun beenden konnte.

Mit der Hoffnung den Fehler gefunden zu haben, reiste ich zum Saisonauftakt der
RMC in Wackersdorf. Doch die Ernüchterung folgte schnell, in den freien
Trainingssitzungen waren wir mal wieder zu langsam und so musste ich mich mit
Zeittrainingsplatz fünf zufrieden geben. Im Pre-Finale schaffte ich es mich bis
auf Drei nach vorne zu kämpfen und konnte den Anschluss an die Spitze halten.
Doch das Glück sollte nicht auf meiner Seite sein und so schlug schon wieder
der Defektteufel zu. Eine Buchse der Lenkstange löste sich und sorgte dafür,
dass ich fünf Runden später keine Schaltung mehr hatte. Nach diesem Ausfall
musste ich im Finale aus der letzten Startposition ins Rennen gehen. Leider
verließ mich auch hier das Glück noch vor dem Start. In der Einführungsrunde
drehte sich ein Kontrahent und ich konnte diesem nicht mehr ausweichen. Mit
verbogener Spurstange und krummen Achsschenkel schob ich mich noch bis auf Acht
nach vorne, aber glücklich war ich nicht. Ich war mit dem Ziel die
Meisterschaft zu gewinnen in die Saison gestartet und direkt beim Auftakt solch
einen Rückschlag zu erleiden, stärkte nicht gerade mein Selbstvertrauen.
Dann folgte der zweite Lauf in Oschersleben und wir konnten endlich den Fehler
identifizieren. Im Training war ich mal wieder viel zu langsam und es wurde
schon zur Routine alle erdenklichen technischen Komponenten des Rotax DD2 Motors
zu tauschen.
Wer die Strecke in Oschersleben kennt, weiß das man auf der Geraden genügen
Power benötigt um vorne mit zufahren und genau diese fehlte mir. Als
allerletzte Chance entschieden wir uns nochmal die Zündung zu wechseln und
siehe da der Rotax DD2 schnurrte wie ein Kätzchen, ich ging voller Freude ins
Zeittraining. Leider währte diese nicht lange, denn nun quittierte der Zündkerzenstecker
seinen Dienst und sorgte dafür, dass ich mich nur als Elfter qualifizierte. Ich
ließ mich aber nicht einschüchtern und ging mit dem Ziel zu gewinnen ins
Pre-Finale, hier wurde ich aber in zwei Kollisionen verwickelt und beendete das
Rennen nur auf Rang neun. Das Finale begann für mich mal wieder mit einer
Kollision. Die gesamte rechte Startreihe kam nicht weg und daraus resultierend
kam es zu einem riesigen Gerangel. Im Nachhinein stellte man sich die Frage
warum der Start frei gegeben wurde. Trotz dieses Umstandes reichte es zu
Platzierung fünf im Ziel.
Doch im Ziel folgte mein Highlight der diesjährigen Saison. Waren gerade die
Dopingsünden im Radsport aufgedeckt, entschieden sich auch die Organisatoren
der RMC ausgewählte Fahrer zum Dopingtest zu laden. Darunter auch ich! Zur
Info, im Gegensatz zu einigen anderen Kollegen durfte ich nach dem Bekanntwerden
der Ergebnisse meine Lizenz behalten.
Nach meiner erfolgreichen Dopingkontrolle und dem gefunden Fehler, sollte ich in
Liedolsheim meinen ersten Saisonsieg feiern. Das Zeittraining beendete ich noch
als Dritter, aber im Pre-Finale konnte ich mich nach wenigen Runden an die
Spitze kämpfen und gab diese nicht mehr ab. So machte mir das Rennen richtig
Spass! Doch dann der Rückschlag, noch in der Einführungsrunde brach mir eine
Welle im Getriebe und konnte ich noch nicht einmal starten. Nach drei
Meisterschaftsrennen schien der Traum vom Titel geplatzt.
In Wittgenborn, dann endlich ein Wochenende ohne Schwierigkeiten. Mit zwei
Siegen und der vollen Punktzahl, trübte allein Position zwei im Zeittraining
etwas die Bilanz dieses perfekten Wochenendes.
Nach allen Rechnereien vorm Saisonfinale auf dem Hunsrückring in Hahn, hatte
ich auf einmal doch noch eine kleine Chance die Meisterschaft zugewinnen. Nicht
überraschend waren die wiederauftretenden Motorenprobleme, wodurch wir keine Möglichkeit
hatten mein Chassis optimal abzustimmen. Zu allem Überfluss sollte auch mein
zweites Aggregat sprichwörtlich den Geist aufgeben und ich stand ganz ohne
Motor da. Zu meinem großen Glück, erklärte sich mein Teamkollege André
Banaszak bereit mir seinen Motor zur Verfügung zustellen. Das ist zur heutigen
Zeit eine nicht gerade alltägliche Geste im Kartsport! Denn er startet dafür
mit meinem Motor, und es war sowohl ihm als auch mir bekannt, dass er mit meinem
Motor kein besonderes Ergebnis erzielen würde.
Mit neuem Motor konnte ich als einziger, dem Gaststarter Carsten Müller auf
seiner Hausstrecke Paroli bieten und wurde Zweiter. Im Prefinale fiel ich auf
Platz vier zurück, kämpfte mich aber in wenigen Runden wieder auf den zweiten
Platz nach vorne. Im Finale konnte ich den Start gewinnen, musste dann aber zu
Rennmitte Carsten ziehen lassen und kam als Zweiter ins Ziel. So fehlten mir am
Ende genau die vier mickrigen Punkte zur Meisterschaft, die Gaststarter Carsten
durch seinen Doppelsieg einfahren konnte.
Trotz der zahlreichen Schwierigkeiten bin ich über den Gewinn des Vizetitels glücklich.
Der Höhepunkt für unser Team folgte aber beim Goldpokal in Wackersdorf. Mit
einem Doppelsieg in der DD2 Klasse und dem Sieg bei den Senior MAX durch Tobias
Holzhäuser erlebten wir zum Saisonende das erste Wochenende ohne Probleme.
Abschließend möchte ich mich bei meinem Team, meinem Sponsor dem Autohaus
Banaszak, meinen Eltern und natürlich auch bei Kombikart für das gute Material
bedanken.
Ich wünsche Euch allen ein schönes und frohes Weihnachtsfest und einen guten
Rutsch ins neue Jahr. Also bis nächstes Jahr.
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| Weltfinale Portugal | 17.11.2006 | ||||
| Team Banaszak |
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| Wintercup Holland | 11.02.2007 | ||||
| Team Banaszak Startet in Salbris |
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| Laufbahn von Andreas | |||||
| Rotax Euro in Salbris | 25.03.2007 | ||||
| Deutsche RMC Wackersdorf |
29.04.2007 | |
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Alle
Bilder Motor Sport XL |
| Deutsche RMC Oschersleben |
27.05.2007 | Meisterschaft | Alle
Ergebnisse Camp Company |
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Bilder Motor Sport XL |
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| Deutsche RMC Liedolsheim |
1.07.2007 | Meisterschaft |
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Ergebnisse |
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| Deutsche RMC Wittgenborn |
5.08.2007 | |
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Ergebnisse |
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| Deutsche RMC Hahn |
9.09.2007 | |
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Ergebnisse |
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Bilder Motor Sport XL |
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Am 29.04.2007 war der
Start zur Deutschen Rotax Max Challenge in Wackersdorf
Wie die Saison in Holland und in Frankreich bei der
EM begonnen hatte, setzte sie sich in Wackersdorf fort.
Im Zeittraining konnte ich noch den 5 Platz erreichen.
Der Start zum Pre-Finale war sehr gut und ich konnte mich sehr schnell auf den 3
Platz verbessern.
Ab der 2 Runde hatte der Motor Aussetzer. ( Massekabel abgebrochen )
In der 3 Runde löste sich die Buchse der Lenksäule.
Und dann war es mit dem schalten vorbei, ich versucht die Gänge mit der Hand am
Motor einzulegen, ich konnte in den 2 Gang schalten und musste so das
Rennen zu Ende Fahren.
Das war Startplatz 19 im Finale
Schon in der Einführungsrunde zum Finale dreht sich ein Fahrer vor mir und ich
traf ihn mit dem linken Vorderrad.
Dabei hat sich der Achsschenckel gewaltig verbogen.
Der linke vordere Reifen löste im Rennen langsam aber sicher auf und ich konnte
nur noch bis auf Platz 8 vorfahren.
Die Europameisterschaft in Salbris
F vom 25.03.07
Im
Zeittraining Platz 9 / in den Heats 12 - 2 - 8 / Pre-Finale
2 / Finale Tech. Ausfall

Ein Start zum Finale aus der Ersten Reihe ist immer etwas besonderes
629 Hannik NL 619 Murpy Bahrain 635
Matis
D 628 D.Kroes NL
Wintercup in Holland am 11.02.2007
Test in Eindhoven
Auf der Messe Freunde Treffen und
noch eine Siegerehrung

Hier mit Achim
Beule
Das Deutsche Rotax Team Für die Vizeweltmeisterschaft